Apfelstrudel, Manly to Spit Walk, das erste Good Bye und Canberra

Nachdem ich Miss K am Donnerstag in die Daycare gebracht hatte, holte ich Cara ab und wir fuhren gemeinsam zu einem unserer Lieblingscafes in unserer Nähe, um dort zu frühstücken. Wir gönnten uns Rührei mit Toast und Hot Chocolate/Kaffee. (Aupairs sind nur immer nur am essen;)) Gut gestärkt haben wir uns bei Cara an einem Apfelstrudel nach Rezept ihrer Oma versucht und es trotz lauten, falschen Gesangs sehr gut hinbekommen.

Samstag traf ich mich mit Nele am Circular Quay und wir fuhren gemeinsam mit der Fähre nach Manly. Von dort aus wollten wir den 10 Kilometer langen Manly to Spit Walk machen. But first: Food. Nach einer Sushirolle to go machten wir uns auf den Weg. Erst ging es durch die sehr coolen Wohnviertel Manlys, in welchen richtig schöne Villen standen, immer mit Blick auf die Bucht. Wir träumten ein bisschen davon, da einmal zu wohnen.

Anschließend ging es über Strände und am Wasser entlang.

Und schließlich ging es viele Stufen durch einen Nationalpark den Berg hoch. Oben angekommen hatten man einen richtig tollen Blick über die Bucht. Leider konnten wir aber keine Humpback Whales entdecken, obwohl der Walk versprach, dass man welche sehen konnte.

Nach dem Ausblick ging es die Stufen wieder runter und wieder weiter am Wasser entlang. Gefühlt befanden wir uns mitten im Nirgendwo. Aber es war es entspannend einfach mal die Großstadt hinter sich zu lassen.

Wir kamen an richtig schönen Stränden vorbei und nach ca 3 Stunden Walk konnten wir endlich die Spit Brücke entdecken, welche das Ende des Walks markierte.

Sehr erschöpft ließen wir uns an einer Bushaltestelle nieder und warteten auf einen Bus, der uns wieder zurück ins Zentrum brachte.

Dort angekommen, beschlossen wir nochmal über das Vivid Festgelände zu laufen und gönnten uns jeder eine sehr leckere, frisch gemachte Pizza 🙂

Während wir uns die Pizza aßen, genossen wir die Livemusik und die Lichtern vom Vivid.

Wieder einigermaßen bei Kräften fuhren wir zu mir nach Hause und machten uns dort frisch, da wir uns abends noch mit Cara und Verena, einem anderen Aupair aus unserer Gegend, im örtlichen Sporties trafen. Denn es war tatsächlich schon Caras letztes Wochenende in Sydney, da sie sich am Montag auf Reisen machen wird. Wir wollen uns aber auf jeden Fall noch einmal treffen, wenn sie im Juli wieder in Sydney ist, um ihren Koffer zu holen und dann natürlich auch in Deutschland.

Auf jeden Fall endet damit die entspannte Zeit auf dem Spielplatz nach dem Schwimmen und Tanzen, wo wir zusammen ein bisschen die Zeit totschlagen konnten und Miss K und Caras Gastkind miteinander spielen konnten.

Am nächsten Morgen standen Nele und ich früh auf, da wir uns auf den Weg in die Hauptstadt Canberra machen wollten. Sie liegt mit dem Auto etwa 2:45h südlich von mir und ist sehr entspannt über einen Motorway zu erreichen.

Nach bereits 20 Minuten Fahrt war um uns herum nichts mehr außer weite Felder oder Wälder und in der Ferne ein paar Berge. Unterwegs lagen mindestens fünf sehr große tote Kängurus mitten auf der Straße, sodass ich nicht so scharf auf den Rückweg im dunkeln war. So ein Vieh wollte ich nicht auf der Windschutzscheibe haben.

Schließlich erreichten wir Canberra. Der erste Eindruck: ich war verwirrt 😉 wir hatten schon im Vorfeld gehört, dass Canberra nicht super viel zu bieten hat, als wie jedoch den Ortseingang passiert hatten, befanden wir uns in einer Wohngegend mit sehr wenig Verkehr. Nichts ließ darauf schließen, dass wie uns in einer Hauptstadt befanden. Laut Navi waren es nur noch 5 Minuten bis ins Zentrum und wir wunderten uns, wie das Zentrum wohl aussehen würde.

Nach kurzer Zeit erreichten wir den Parkplatz und um uns herum war nichts wirklich Besonderes. Da wir Hunger hatten gingen wir in die Innenstadt. Auf dem Weg hoppelten uns super viele Kaninchen über die Füße, mitten in der Stadt 🙂

Nach einem sehr leckeren Frühstück machten wir uns auf den Weg zum War Memorial. Nach gut einer halben Stunde gehen erreichten wir das Gebäude auch und gingen hinein. Es ist definitv eines der schönsten Denkmäler, die ich bis jetzt gesehen hab.

Auf beiden Seiten sind an Tafeln an der Wand ldie Namen der Gefallenen in den vergangenen Kriegen aufgelistet und eine Stimme ließt diese langsam vor.

Außerdem gibt es dort auch noch ein Museum über die geführten Kriege der Australier, durch welches wir durchgeschlendert sind. Wir wollten unsere Stimmung aber nicht zu sehr runterziehen, also verließen wir das Memorial recht bald wieder und machten uns auf den Weg zum Parliament House.

Diese lange Straße spazierten wir hinunter und dort waren für viele Kriege, Krankenschwestern und Frieden noch mehrere Denkmäler unterwegs errichtet. Also Denkmäler machen können die Australier auf jeden Fall.

Der Weg führte uns durch einen Park, am Wasser entlang und über eine Brücke bis wir schließlich beim Parliament House angekommen waren.

There it is:

Drinnen wurden wir von einem Dänen begrüßt. Als wir auf die Frage woher wir seien mit Deutschland antworteten, freute er sich und erklärte uns auf deutsch, wo wir hier alles im Parlament finden würden. Mich hat es sehr verwirrt, dass er mit uns deutsch gesprochen hat und wollte immer auf Englisch antworten 🙂

Anschließend begannen wir unsere selbstgeführte Tour durchs Parlament, welches echt ganz cool ist.

Man konnte auch auf das Dach vom Parliament House und von dort konnte man einen Blick auf ganz Canberra werfen. Jaa.. war nicht soo spannend 🙂

Aber wir konnten in der Ferne Schnee auf den Bergen sehen!! Schnee! In Australien! Tatsächlich ist es dieses Jahr besonders kalt und die Skisaison wurde 2 Wochen früher als normal eröffnet. Ja man kann wohl hier auch Skifahren, haha.

Als wir genug von der Kälte draußen hatten setzten wir uns noch in das Queen Victoria Cafe um unsere müden Beine etwas zu entspannen.

Schließlich machten wir uns wieder auf den Weg zum Auto, denn die Sonne fing schon bald unter und ich wollte nicht im stockdunkeln durch die Känguru Todeszone fahren.

Tatsächlich konnten wir auch einige Kängurus direkt neben der Straße entdecken (lebend) aber glücklicherweise war kein lebensmüdes Känguru dabei und unser Auto blieb verschont.

Nach gut 3 Stunden Fahrt waren wir wieder bei mir und ich lieferte Nele noch an der Zugstation ab und fuhr schließlich nach einem langen Tag nach Hause.

Mein Fazit zu Canberra: War auf jeden Fall interessant mal da gewesen zu sein, um es von der Bucketlist anstreichen zu können. Aber die Stadt bekommt auch den Preis für die langweiligste Hauptstadt der Welt. Man merkt eben doch, dass sie nur für Politik gebaut wurde.

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