Glow worm tunnel, ESC und Sydney vegan market

Am Samstag entschied ich spontan mit Nele und ihrer Freundin Julia in die Blue Mountains zu fahren, um dort den Glow worm tunnel aufzusuchen.

Für deutsche Verhältnisse war dieses Vorhaben recht unsinnig, da wir tatsächlich 5 Stunden fuhren, bis wir angekommen waren.

Der Weg wurde zum Ende hin auch recht abenteuerlich und ich durfte endlich mal die Qualität australischer Straßen außerhalb von Städten und Autobahnen testen. 🙂 Die letzten 1,5 Stunden der Fahrt ging es über eine Schotterpiste, die aus mehr Schlaglöchern als normaler Straße bestand.

So humpelten wir mit einem VW Golf über die Straße mit einer Höchstgeschwindigkeit von 10 km/h. Währenddessen wurden wir von dicken Geländewagen mit Allradantrieb und ordentlicher Federung überholt. Doch wir gaben nicht auf! Zwischenzeitlich zweifelten wir jedoch daran auf dem richtigen Weg zu sein, da wirklich nirgendwo ein Schild von wegen: Glow Worm Tunnel this way war. Nachdem wir ordentlich durchgeschüttelt waren entdeckten wir jedoch doch ein kleines Schild und wir waren unserem Ziel sehr nah. Plötzlich standen wir vor einem Tunnel, der sehr dunkel aussah und man nicht erkennen konnte, ob einem etwas entgegen kommen würde.

Die Straße war sehr schmal, sodass ein Begegnen zweier Autos schwierig werden könnte. Promt kam auch ein dicker Geländewagen aus der Dunkelheit und wir mussten mehrere Meter zurücksetzen, um ihn durchzulassen. Dann trauten wir uns auch in den Tunnel. Es ging noch um einige weitere Kurven Hüngel hoch und runter und… dann ließen wir das Auto aufsetzen. Kein schönes Geräusch kann ich sagen. Kratzend ließen wir das Auto den Berg weiter runterrollen und kamen schließlich beim Parkplatz an und außer sehr viel Staub war am Auto zum Glück nichts kaputt.

Nach einem nötigen Besuch auf einer von Australiens ekligsten Toiletten in Form eines Plumsklos, machten wir uns auf die Wanderung zum Glow worm tunnel.

Es war atemberaubend wie ruhig es einfach hier war. Außer Wasserrauschen, Wind und ein paar Vögeln hörte man nichts. Auch den Blick den man über die Blue Mountains erhaschen konnte war wieder genauso atemberaubend, wie vor ein paar Monaten. (Krass wie schnell die Zeit vergeht)

Nach einer halben Stunde Walk kamen wir am Glow worm tunnel an. Ein schwarzes Loch im Felsen, welches nicht gerade dazu einlud dort hinein zu gehen, gerade wenn man so an Spinnen und Schlangen denkt, die feuchte Höhlen mögen. Egal wir machten es trotzdem.

Mit unseren Handytaschenlampen bewaffnet betraten wir den Tunnel und machten uns auf den Weg. Als sich unsere Augen so langsam an die Dunkelheit gewöhnt hatten, sahen wir so langsam überall um uns herum leuchtende Punkte auftauchen. Tausende kleine Glühwürmchen saßen um uns herum an der Wand und leuteten.

Wir bleiben stehen und machten die Lampen aus und tatsächlich fühlte es sich ein bisschen so an, als würde man in den Sternenhimmel gucken. Auf Kamera ließ sich dieses Erlebnis leider nur bedingt einfangen.

Tatsächlich hatte ich mir die Glühwürmchen alle etwas größer vorgestellt, da ich in Frankreich eins gesehen hatte welches ungefähr so groß war wie eine Biene. Diese jedoch waren maximal so groß wie der Nagel meines kleinen Fingers und vielleicht 2 mm dick.

Nachdem wir uns satt gesehen hatten, machten wir uns wieder auf den Rückweg zum Auto. Nach einem kleinen Picknick mit selbstgebackenen Brot 🙂 ging es wieder 5 Stunden zurück nach Sydney.

Mittlerweile war es schon dunkel geworden, was die Schotterpiste erneut zu einem Abenteuer machte. Aber unsere Fahrerin Julia war mittlerweile geübt und versuchte im Slalom um die Schlaglöcher herum zu fahren. Zum Glück hüpfte uns kein Känguru vors Auto.

Wieder in Sydney angekommen ließen Nele und ich uns an einer Zugstation absetzen und verabschiedeten uns von Julia. Nele und ich waren hungrig nach der langen Autofahrt und gingen einen Burger essen, welcher sehr lecker war.

Als wir satt waren, beschlossen wir noch kurz in Supermarkt zu gehen, um uns für den Eurovision Songcontest einzudecken. Dieser Tag sollte wohl unser Glückstag sein, denn wir fanden im Gang mit den Süßigkeiten einen 50 Dollarschein und nachdem die Leute, die mit uns im Gang waren auf Nachfrage nicht meinten, dass sie ihn verloren haben, beschlossen wir das uns jetzt ein Fremder die Snacks bezahlen würde. Also danke nochmal Fremder!

Eingedeckt mit TimTams, Popcorn und Keksen fuhren wir zu mir nach Hause und gingen ins Bett. Vorher stellten wir den Wecker jedoch noch auf 5 Uhr morgens 🙂

Als um 5 Uhr morgens der Wecker klingelte, war sehr dankbar für den Fernseher in meinem Zimmer denn so mussten wir nicht aufstehen und konnten uns einfach so von der „wunderschönen“ Musik aufwecken lassen. Die meisten Lieder des Wettbewerbs waren aber eher mäßig bis schlecht, deswegen an alle, die ihn nicht geguckt haben. Ihr habt nichts verpasst. Nachdem Deutschlands überragendes *hust* Ergebnis feststand, schliefen wir wieder ein und blieben noch bis Mittags im Bett.

Wieder wach beschlossen wir aus dem angebrochenen Sonntag noch etwas zu machen und fuhren zum SYDNEY VEGAN MARKET. Es war echt interessant zu sehen was für Lebensmittel dort in einer veganen Version angeboten wurden und allgemein die Vibes dort waren rundrum positiv.

Es gab spontane Livemusik, welche von den Köchen eines Paella Standes zum besten gegeben wurden und allerhand Zero waste Alternativen, was ich sehr interessant fand. Nele und ich entschieden uns veganes Lamm Souvlaki zu probieren.

Es war ultra lecker, sah aus wie Fleisch, roch wie Fleisch, schmeckte wie Fleisch, war aber keines. Zum Nachtisch gab es dann noch vegane Pancakes mit veganem Eis.

Voll gegessen machten wir uns schließlich wieder auf den Weg nach Hause. Auf dem Weg entdeckten wir Werbung für ein Konzert von Rudimental in zwei Wochen und wir beschlossen spontan Tickets dafür zu kaufen.

Und so ging ein weiteres schönes Wochenende zu Ende.

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