Taronga Zoo, Rudern und Oper

Nach dem Urlaub waren die letzten Wochenenden eher ruhig. Man muss ja wieder Geld sparen 🙂 Einen Tag war ich mit meiner Gastfamilie im Royal Nationalpark, wo wir eine kleine Wanderung durch den Wald gemacht haben, was wirklich sehr schön und entspannend war. Miss K war die Anführerin und so stapften wir durch den Wald.

Abends haben wir dann noch ein Vier gewinnt Turnier veranstaltet und mein Gastvater hat dabei 5 mal gegen mich verloren und kein einziges Mal gewonnen, weswegen er jetzt dieses Spiel nicht mehr gegen mich spielt 🙂

Am Wochenende danach bin ich über die Harbour Bridge gelaufen, einfach weil man das mal gemacht haben muss. Der Blick von dort über den Hafen ist schon cool, aber sonst ist es halt auch einfach nur eine Brücke.

Außerdem war ich mit Cara am Bondi Beach und in der City, wo wir uns aber aufgrund des schlechten Wetters von einem Cafe zum nächsten hangelten. Tat unserem Geldbeutel nicht soo gut aber naja. Ich habe übrigens auch meinen Namen geändert, da es mich genervt hat bei Cafes immer meinen Namen buchstabieren zu müssen, benutze ich jetzt immer Miss K’s Namen und das klappt wunderbar.

Letzten Samstag ging es für Cara und mich in den Taronga Zoo. Wir machten uns morgens auf den Weg in die Stadt. Den Zoo erreicht man am Besten mit der Fähre, also durften wir wieder den coolen Blick vom Wasser auf die Stadt genießen. Sorry, aber dieser hört nie auf schön zu sein.

Am Anleger angekommen, konnte man von einem Zoo aber noch nicht wirklich viel sehen. Nachdem wir unsere Tickets gekauft und ein Foto mit nem riesen Koala gemacht hatten (der aber zugegeben schon etwas hässlich war), ging es mit der Gondel hoch zum Haupteingang des Zoos.

Dabei fuhren wir schon über das Elefantengehege und einige andere Tiere. Außerdem hatten wir dabei schon einen phänomenalen Blick über die Skyline, aber der sollte später noch besser werden. Leider waren zu diesem Zeitpunkt Bauarbeiten im Zoo in der Savanne, weswegen das typische Bild mit Giraffe im Vordergrund und hinten die Skyline von Sydney leider nicht zustande kommen konnte. Bewundern konnten wir diese Tiere aber trotzdem. Ein Highlight des Tages war die Seal Show. Dort wurden verschiedene Robben und Seelöwen vorgestellt und diese haben auch noch Kunststücke gemacht. Echt fazinierend was so ein Tier lernen kann.

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Immer wenn die Tiere etwas gut gemacht haben, hörten sie einen hohen Pfiff aus einer Pfeife und bekamen einen Fisch. Die Show war echt gut gemacht und hat Spaß gemacht. Insgesamt wurden uns dort 6 Robben vorgestellt.

Nach der Show sind wir nach unten in Aquarium gegangen, wo man den Robben unter Wasser beim Schwimmen zusehen konnte. Dort verbrachten wir bestimmt eine halbe Stunde, da ea sehr entspannend war den Tieren einfach beim Tauchen und Spielen zuzusehen.

Als nächstes stiegen wir in ein Flugzeug und machten uns auf den Weg nach Indonesien. Dort konnten wir ein wunderbares Tier samt Babys entdecken. Den Tiger! Meine Gastmutter, die ein paar Wochen zuvor in Indonesien mit Miss K war, meinte sie hätten keinen einzigen Tiger gesehen. Cara und ich jedoch schienen Glück zu haben, denn eine Mutter mit ihren zwei Jungen, sowie drei ausgewachsene weitere Tiger zeigten sich uns und wir konnten ihnen beim Mittag zuschauen.

Etwas frech war jedoch, dass wir zwar nach Indonesien geflogen wurden, jedoch hatten wir keinen Rückflug, weswegen wir den ganzen Weg zurück nach Australien laufen mussten.. so eine Frechheit.

Wieder in Australien angekommen schauten wir uns noch ein paar von den alten Bekannten an: Wombats, Spinnen, Kängurus, Platypus, Schlangen und Niffler (Echidnas) an.

Außerdem bewunderten wir noch den grandiosen Ausblick über Sydney.

Das im Vordergrund wird mal die Savanne mit den Griaffen.

Es war außerdem auch etwas windig.. 🙂

Nach einem langen Tag im Zoo und auf mehreren Kontinenten waren wir seehr hungrig, weswegen Cara mir in Thai-Town ein kleines Restaurant zeigte, indem wir uns beide ein ultra leckeres Curry bestellten. (Auch etwas scharf)

Gut gesättigt ging es für uns dann wieder nach Hause.

Am nächsten Morgen klingelte mein Wecker um 5:30am!!! An einem Sonntag!! Denn heute ging es zum Sydney Rowing Club. Ich hatte ein paar Wochen zuvor durch eine Whatsappgruppe noch eine andere Ruderin aus Deutschland ausfindig gemacht und dann dem Ruderclub mal eine Mail geschickt, ob es möglich wäre mal dort zu rudern. Ich bekam auch sofort von zwei Trainern Antworten und luden uns ein heute um 7am zum Training vorbeizuschauen.

Da ich mit dem Auto etwas mehr als eine halbe Stunde dorthin brauchte, machte ich mich so früh morgens auf den Weg. Am Ruderclub angekommen, lernte ich Lina, die andere Ruderin aus Deutschland kennen. Sie war ein Jahr älter als ich, aber wir stellten fest, dass wir beide 2013 in HH beim BW gewesen waren.

Sofort stellte sich uns auch der Trainer vor mit dem ich per Mail Kontakt hatte. Nach einem kurzen Aufwärmen auf dem Ergo zeigte er uns das Clubhaus und die Bootshalle. Er schlug uns vor Doppelzweier zu fahren, was wir großartig fanden. Dann meinte er: „Hier, das Boot könnt ihr nehmen und die Skulls und dann könnt ihr ablegen. Wir sind auch mit dem Motorboot auf dem Wasser und ja los gehts.“ Etwas überrascht von dem Vertraue, legten wir auch bald ab.

Unser Boot war von Syker, einer australischen Bootsmarke und ließ sich richtig gut rudern. Auch mit Lina harmonierte es bereits nach den ersten Schlägen, sodads das Boot richtig gut lief.

Etwas ungewohnt war jedoch zunächst auf der anderen Seite zu rudern. Im Auto merkt man es ja daran, dass der Fahrer auf der anderen Seite sitzt, aber im Boot war ja alles genauso, wie in Deutschland auch. Aber nach einer kurzen Eingewöhnung klappte das auch. Erst fuhren die Trainer noch mit uns mit und gaben uns noch eine kleine Trainingseinheit aber dann ließen sie uns alleine los und trainierten einen Vierer, mit Mädels in unserem Alter.

Nach einer 5 km Runde trafen wir wieder auf die Trainer und diese forderten uns zu einem Rennen gegen die Vierer über 1,5 km heraus, und wir nahmen die Herausforderung an. Tatsächlich verloren wir am Ende aber nur um eine halbe Bootslänge gegen den Vierer, was uns schon etwas stolz machte. Zum Schluss drehten wir noch eine weitere Runde, sodass wir am Ende auf 15km kamen.

Zum Ende der Einheit kamen die Trainer nochmal zu uns und ihre erste Frage war: „Would you like to compete for us?“ Demnach müssen wir sie wohl während der Einheit ein wenig von uns überzeugt haben. Leider ist die Regattasaison im Januar bis März, sodass wir leider nicht für den Verein starten können. Dafür meinten, die Trainer aber, dass wir jederzeit wieder kommen können und trainieren können, wenn wir nichts kaputt machen. Und das ohne etwas bezahlen zu müssen!

Zum Schluss machten sie noch ein cooles Foto von uns vorm Bootshaus, damit wir das allen deutschen Ruderern zeigen können, und die sollen dann zum Sydney Rowing Club kommen und für ihn Regatta fahren. Also hier, bitteschön und falls ihr mal in Sydney seit, kommt hierher, die mögen deutsche Ruderer 🙂

Die Bootshalle ist übrigens voll mit Empacher und Syker und keine Spur von Wanderbooten (Halle 1 von 3):

Nach dem coolen Training, ich hab auch Blasen gekriegt, gingen Lina und ich noch zusammen frühstücken und beschlossen definitv nochmal wiederzukommen.

Wieder zuhause angekommen, machte ich den restlichen Tag nicht mehr viel, da mich das Training (nach drei Monaten nix tun) doch etwas geschafft hatte 🙂

(Sorry an alle Nichtruderer für die Ausführlichkeit dieses Tages :))

Am Dienstag sind Cara und ich abends nach Feierabend in die Oper gegangen. Wir wollten unbedingt einmal in der Oper gewesen sein, da man ja so schnell nicht wieder herkommt und man sowas mal gemacht haben muss. Wir entschieden uns für Giselle ein romantisches Balett in zwei Akten. Wir waren beide sehr gespannt, da wir sowas noch nie gesehen hatten.

Nebenberuflich: Ballerina

Beim Verbeugen durfte man sogar Fotos machen.

Das Balett war richtig toll und es war wirklich beeindruckend, was für eine Hochleistung die Tänzer dort auf der Bühne abgeliefert haben. Außerdem war das Orchester üppig besetzt, weswegen der Klang auch sehr schön war. Tatsächlich konnte man der Geschichte richtig gut folgen, obwohl ja nicht gesprochen wurde.

Sehr belustigend fand ich am Ende das Klatschen. Es war nämlich komplett anders als das deutsche Klatschen, wo nämlich alle nach 10 Sekunden in einen gleichen Takt verfallen. Davon war hier keine Spur zu merken 🙂 Dadurch klang der Applaus auch viel kräftiger, als wenn alle anstandsmäßig zusammen klatschen.

Im Anschluss gönnten wir uns noch einen vornehmen Burger bei Hungry Jack’s und fuhren nach Hause, immer noch mit dem Ohrwurm des Hauptthemas im Ohr.

Eine Antwort auf „Taronga Zoo, Rudern und Oper“

  1. Ei n cooler Bericht liebe Miss K !!!
    Vor vielen Jahren sahen wir Giselle in St Petersburg Urgroßeltern und waren auch begeistert
    Ein wenig Neid kommt auf!? So toll rudern zu können, war uns mit den damaligen Booten nie vergönnt! Wie schön, dass du sooo viel erlebst. Ganz herzliche Grüße von O+0😘

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