Melbourne und Great Ocean Road

Endlich Urlaub! Nicht, dass Miss K super anstrengend ist, aber mal eine Woche frei zu haben ist schon was schönes. Freitag machten ich und Celine uns auf den Weg zum Flughafen. Wie es sich für richtige Deutsche gehört waren wir auch 1,5 Stunden vor Abflug da. Am Flughafen verlief das Einchecken, die Gepäckabgabe und die Sicherheitsschleuse aber viel zu gut, sodass wir noch super viel Zeit hatten und uns noch etwas zu Essen holten. Schließlich gingen wir zum Gate und machten uns mit Tiger Air auf den Weg nach Melbourne, wo wir nach 1,5 Stunden ruhigem Flug auch sicher landeten. Nachdem wir unser Gepäck wieder beisammen hatten fuhren wir mit dem Skybus in die City von Melbourne. Da es aber schon dunkel war konnten wir aber außer vielen Lichtern nicht mehr viel sehen.

Unser YHA fanden wir auch sehr schnell und nachdem wir unser Zimmer bezogen hatten, welches wir mit einer Engländerin und einer Deutschen teilten, erkundeten wir noch etwas die Umgebung unseres Hostels. Nach einem Doughnut gingen wir jedoch schlafen, um fit für den nächsten Tag zu sein.

Am nächsten Morgen machten wir uns früh auf die Socken, um möglichst viel vom Tag zu haben. Nach einem Frühstück in einem kleinen Café gingen wir zum berühmten Queen Victoria Market. Dieser war auf jeden Fall erstmal riesig und es gab alles und nichts. Die Hälfte bestand aus Touri-Ramsch, wo du von Koffern, über Kuscheltiere bis hin zu Kängurufellen alles kaufen konntest. Erinnerte ein bisschen an den Paddys Market in Sydney.

Die andere Hälfte war deutlich interessanter, denn dort gab es eine Halle mit Fleisch und Fisch jeglicher Art. Neben Schafsköpfen, gab es Salami und Unmengen anderer Fleischsorten und auch beim Fisch war die Auswahl riesig. In einer weiteren Halle (mein Favorit) gab es Käse!!!! Brot!!! und andere Leckereien.

Wir haben uns mit einer Brezel zufrieden gegeben, aber man hätte dort locker den gesamten Tag verbringen können und sich durch alles durchprobieren können. Leider war der Markt durch seine Berühmtheit aber von Touristen so überlaufen, dass man durch die Gänge geschoben wurde und sich nicht wirklich Zeit für die einzelnen Stände nehmen konnte. (Deswegen auch keine Fotos)

Im Anschluss an den Markt machten wir uns auf den Weg zum Brighton Beach, wo die berühmten Bathing Boxen stehen. Tatsächlich gab es in Brighton außer dem Strand aber tatsächlich nichts weiter. Am Strand tummelten sich die Touristen und standen Schlange vor den einzelnen Boxen um ein Foto mit ihr zu machen.Nach diesem Stranderlebnis fuhren wir wieder zurück in die City, da man dort nichts weiter machen konnte. Dort sind wir dann zum Eureca Skytower gelaufen und in den 88. Stock hochgefahren. Von dort oben hatte man einen super tollen Blick über Melbourne. Der Tower ist übrigens 297 Meter hoch und zählt zu den höchsten Gebäuden Australiens.Nach einem Brownie in luftiger Höhe ging es wieder Richtung Erde. Wir beschlossen uns kurz im Hostel frisch zu machen und gingen im Anschluss zu Vapiano und ließen uns die Nudeln schmecken. Dann gingen wir relativ früh schlafen, da wir am nächsten Tag eine Great Ocean Road Tour gebucht hatten.Um 7:30 wurden wir von unserem Tourbus abgeholt.Mit unserer Gruppe von 25 Leuten machten wir uns auf den Weg.

Unser Guide Lynn war sehr lustig und sie konnte uns zu Allem etwas erzählen.Unter anderem erzählte sie uns von dem jahrelangen Wettstreit zwischen Melbourne und Sydney. Very childish!

Ursprünglich war Melbourne mal die Hauptstadt von Australien, aber da sich die Stadt im dauerhaften Wettstreit mit Sydney befand und nur von Victoria, South Australia und Western Australia als Hauptstadt anerkannt wurde, (Queensland und New South Wales wollten Sydney als Hauptstadt) wollte die Regierung keine Spaltung des Landes heraufbeschwören und entschied sich eine neue Hauptstadt zwischen den beiden Städten zu bauen: Canberra.

Mittlerweile ist Sydney größer als Melbourne aber der Wettstreit ist nie vorbei.Beispielsweise wurde in Melbourne eine große neue Brücke gebaut. Als diese jedoch fertig war stellte man fest, dass sie niedriger als die Brücke von Sydney war. Also bauten sie Fahnenmasten auf die Brücke und tadaa sie war höher. Das gefiel Sydney aber natürlich nicht und sie machten das gleiche auf ihrer Brücke auch und tadaa sie war wieder höher als die in Melbourne. Das Ende vom Lied ist, dass sich die Melbourner damit zufrieden geben müssen, dass Sydneys Brücke höher ist, dafür ist ihre aber länger. 🙂

Okey nach diesem kurzen Ausflug in die Geschichte fahren wir weiter auf der Great Ocean Road. Lynn erzählte uns, dass die Great Ocean Road das größte Kriegsdenkmal der Welt ist und an die Gefallenen Soldaten aus dem 1. Weltkrieg erinnert. Der Bau der Straße diente als Arbeitsbeschaffungsmaßnahme für die heimkehrenden Soldaten nach dem Krieg.

Auf dem Weg zur Great Ocean Road hat Lynn mit uns noch einen Abstecher gemacht, um nach Kängurus ausschau zu halten und ich habe tatsächlich auch eins zwischen den Bäumen erblicken können. Die restlichen versteckten sich jedoch irgendwo vor uns.Unser erster Stop war das Tor, welches den „Beginn“ der Great Ocean Road makiert.Nun fuhren wir entlang der Great Ocean Road, die sich sehr kurvenreich am Ozean entlang schlängelte. Auf dem Weg zu unserem nächsten Stop erzählte uns Lynn alles mögliche über Koalas und Kängurus. Jetzt weiß ich, dass Koalas KEINE Bären sind, sondern eher fast ein Känguru, denn sie haben einen Beutel. Außerdem erfuhren wir, dass Koalas mit zu den einzigen Tieren gehören, die nichts trinken müssen und dass Kängurus ihre Schwangerschaft zu bis zu einem Jahr pausieren können. Ungemein praktisch.

Und damit falls ihr auch noch ein bisschen ins Koala Feeling reinkommen wollt, dann hört euch mal diese beiden Songs an:

Koala Koala

– Please don’t call me a Koala bear

Eingestimmt durch diese Songs machten wir uns bei unserem nächsten Stop auf die Suche nach wilden Koalas und wir hatten Glück!!! Nicht weit weg vom Weg konnten wir einen entdecken, der gemütlich auf seinem Baum saß und sich seinen Eukalyptus schmecken ließ.Suchbild:Nach diesem coolen Erlebnis ging es weiter die Great Great Ocean Road entlang. Nach einem kurzen Stop zum Mittagessen fuhren wir zu einem Regenwald und machten dort einen Walk. Die Bäume waren teilweise über 100 Meter hoch und alt. Lustigerweise kriegen die Bäume hier in Australien keine Ringe, da das Klima immer in etwa gleich ist. Auch beeindruckend waren die unzähligen Baumfarne, die im Jahr maximal 3 cm wachsen. Bloß waren diese Baumfarne alle mindestens 3 Meter hoch. Dann kann man sich ja ausrechen, dass auch diese dort schon ein Weilchen stehen.Im Anschluss an den Wald ging es dann endlich zum Herzstück der eigentlichen Tour: den 12 Aposteln (es waren nie 12, aber die, die für die Namensgebung verantwortlich waren dachten sich irgendwas biblisches wäre doch schön. Ursprünglich sollten sie nämlich nur Apostel heißen) Dort angekommen schoben wir uns mit tausenden anderen Touristen zum Ausblick auf die zwölf Apostel.Ja, es war sehr windig und auch ziemlich frisch!Sieht alles sehr einsam aus aber die Realität war so:Schon lustig wie viele Menschen stundenlang anreisen um sich ein paar Felsen im Wasser anzusehen..Als nächstes fuhren wir zur Loch Ard Gorge. Einer sehr verwinkelten Bucht, die, wenn sie nicht so überlaufen gewesen wäre, ein super himmlischer Ort war.Man musste sich seinen Platz am Wasser erkämpfen!Nun machten wir uns wieder auf den Rückweg und machten nur noch einen kurzen Stop an einem Lockout über die Küste, bevor es dann in 3 Stunden Fahrt zurück nach Melbourne ging.Endlich wieder im Hostel angekommen, ließen wir mit Hilfe der Bilder den Tag noch mal Revue passieren und gingen dann schlafen. (Ich habe wirklich viel zu viele Bilder auf meinem Handy, aber ich möchte auch keines löschen)

Am nächsten Tag schliefen wir erstmal aus und checkten dann im Hostel aus, lagerten jedoch unser Gepäck noch in den dort vorhandenen Spinden. Dann machten wir uns auf dem Weg zu Melbournes Naturwunder: Dem Salzsee, der durch die Hitze eine eher wasseruntypische Farbe angenommen hatte.Sieht aus wie ein Erdbeer – Milchshake stinkt aber abartig, was man mir auf den meisten Bildern auch ansieht haha.Nach diesem schönen stinkendem Erlebnis machten wir uns wieder auf in die City und schauten uns noch ein wenig um, bevor wir zum Flughafen fuhren und uns auf den Weg nach Adelaide machten.Blick vom Shrine of Remembrance auf die Skyline.See you Melbourne.

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