Roadtrip nach Jervis Bay

Meine Gastfamilie animierte mich seit ich hier bin unbedingt zur Jervis Bay zu fahren, und zwar am Besten noch vor Ostern, da es sonst zu kalt wird. Aber irgendwie war immer was anderes los, weswegen ich es nicht früher gemacht habe. Der Grund warum man dort unbedingt gewesen sein musste: In der Jervis Bay befindet sich wohl der weißeste Strand der Welt: Hyams Beach

Diese Woche beschlossen Cara und ich uns endlich auf den Weg zur Jervis Bay zu machen. Bei der Autovermietung Jucy mieteten wir uns einen schnittigen Toyota Corolla Ascent für zwei Tage und holten ihn Samstagmorgen beim Flughafen ab. Nachdem wir uns im Auto häuslich eingerichtet hatten begaben wir uns auf die Straßen Sydneys. Wir waren beide bis jetzt nur bei uns im Suburb Autofahren, wo der Verkehr im Vergleich zu Sydney doch sehr gering ist. Etwas aufgeregt machten wir uns auf den Weg und ich fuhr das erste Stück. Tatsächlich ging es aber doch einfacher als gedacht und die vielspurigen Straßen waren doch einfacher zu bewältigen als gedacht. Auch der Motorway (sowas wie eine Autobahn) war nicht so schwer wie vermutet und an das von rechts überholen konten wir uns auch schnell gewöhnen, was auf jeden Fall mit der angenehmem Geschwindigkeit zusammenhängt, da dort maximal 110 km/h gefahren wird und das war auch nur ein kurzes Stück. Die meiste Zeit sind wir zwischen 80 und 100 km/h gefahren. Für deutsche Verhältnisse viel zu langsam aber uns kamen 100 km/h schon super schnell vor.

Auf unserem Weg zur Jervis Bay machten wir unterwegs einen Stopp beim Kiama Blowhole. Dabei handelt es sich um ein Loch im Felsen durch welches bei strakem Wellengang Fontänen, bis zu 60 Meter in die Höhe spritzen. Leider war die See den Tag eher ruhig, weswegen die Fontäne nicht ganz so hoch war. Bei YouTube kann man sich aber auch die größeren Fontänen angucken.

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Im Anschluss machten wir uns weiter auf den Weg nach Jervis Bay. Dabei ging es Hügel rauf und runter und von der Landschaft her hätte es auch Süddeutschland sein können und nicht unbedingt Australien. Trecker, Kühe, Felder, Wälder,.. wir fühlten uns ein bisschen heimisch 🙂

Nach etwa 2,5 Stunden Fahrt erreichten wir schließlich Jervis Bay. Als erstes gingen wir noch einkaufen, um uns für die zwei Tage einzudecken und aßen noch Sushi zum Mittag. Gestärkt fuhren wir schließlich zum Hyams Beach. Im Internet stand, dass die Parksituation dort eher knapp ist, aber wir hatten Glück und fanden sofort einen am Straßenrand. Mit sehr hohen Erwartungen machten wir uns auf den Weg zum Strand, diese wurden aber noch übertroffen und wir waren wirklich geblendet vom weißen Sand und überwältigt vom türkisen Wasser, welches wirklich glasklar war.

Das Wasser schrie förmlich nach uns, sodass wir einfach baden gehen mussten! War jedoch ziemlich kalt, haha.

Nach der Erfrischung legten wir uns noch eine Weile in die Sonne um zu trocken, jedoch wurde es durch den leichten Wind nach einiger Zeit doch etwas frisch. Was uns echt erstaunt hat war, dass an dem Strand verglichen mit Bondi oder Manly nichts los war. Aber auch der „Ort“ am Hyams Beach bestand nur aus einer Handvoll Ferienwohnungen und sonst war dort wirklich nichts. Wir beschlossen nach Huskisson, dem „Hauptort“ an der Jervis Bay, zu fahren und er war tatsächlich etwas größer als Hyams Beach.

Dort angekommen spazierten wir erstmal durch das Örtchen und guckten uns um. Außerdem erkundigten wir uns beim örtlichen Campingplatz, ob man hier auf Parkplätzen oder ähnlichem im Auto übernachten dürfe. Dies war jedoch verboten, also entschieden wir uns die Nacht auf dem Campingplatz zu verbringen. Dadurch hatten wir dann auch noch die Sanitäranlagen direkt bei uns. Nachdem wir unser Nachtlager geklärt hatten setzten wir uns in ein Cafe und genossen einen super leckeren Käsekuchen.

Voll gefuttert richteten wir unser Auto nachttauglich ein, indem wir die Rückbank umklappten und unsere Schlafsäcke ausrollten. Es wurde sogar recht bequem, nur die Beine konnte ich nicht ganz ausstrecken. Im Anschluss schlenderten wir noch ein bisschen durch den Ort und warteten darauf Hunger zu kriegen. Viel machen konnte man hier nicht. Durch Zufall entdeckten wir jedoch ein kleines Kino und wir beschlossen uns dort nach dem Essen den Film Fighting with my family anzusehen, welcher auch wirklich sehr lustig war. Außerdem waren wir über die günstigen Preise erstaunt, denn eine Kinokarte kostete 11$ und eine große Portion Popcorn 4.50$. Umgerechnet 7€ und 2.50€ etwa.

Schließlich begaben wir uns zum Auto und machten es uns im Kofferraum erstaunlich bequem. (Leider haben wir vergessen unser schönes Nachtlager zu fotografieren..)

Am nächsten Morgen wurden wir von den vielen Campingplatzkindern geweckt, aber ich hatte doch echt gut geschlafen.

Bei einem leckeren Frühstück planten wir unseren Tag.

Wir beschlossen den Illawarra Fly Treetop Walk zu machen, der für uns etwa auf dem Weg zurück nach Sydney lag. Der Weg dorthin war recht abenteuerlich, denn es ging gut eine Dreiviertelstunde recht steil bergauf und wir waren sehr dankbar für ein Auto mit Automatik. Endlich auf dem Berg angekommen machten wir eine Zipline Tour in 25 Metern Höhe durch die Bäume was echt Spaß gemacht hat aber leider viel zu schnell vorbei war.

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Danach machten wir noch den Tree Top Walk, bei dem man sich auf Gitterrost in 20 Metern Höhe bewegt hat. Das Schild erzählte uns aber, dass das Ganze ein Gewicht von 800 Wombats also 2.8 Tonnen aushält. (Na, wie viel wiegt ein Wombat?)

Von dort oben hatte man einen tollen Blick über die Landschaft und man konnte bis zum Meer schauen.

Nach der tollen Aussicht machten wir uns wieder auf den Weg weiter nach Sydney. Auf dem Weg den Berg hinunter wurden wir von einem Schild gewarnt, dass es hier Wombats gibt. Leider aber wir aber nur einen toten am Straßenrand gesehen. Aber eigentlich sind diese Tier nur lustig. Dicke Würstchen auf kleinen Beinchen.

Als letzten Zwischenstopp schauten wir uns noch die Stadt Wollongong an, die aber außer einem 0815 Einkaufszentrum nicht viel zu bieten hatte. Im Hafen war aber gerade lustigerweise eine Ruderausbildungsfahrt in einem etwas seltsamen Riemenvierer.

Nach einem sehr leckeren Brownie machten wir uns wieder auf den Weg nach Sydney. Und damit ging ein weiteres cooles Wochenende zu Ende.

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