The Blue Mountains Nationalpark

Dieses Wochenende ging es für mich zusammen mit Cara und einer Freundin von ihr, die Backpakerin ist, in die Blue Mountains. Am Freitagabend haben wir uns auf den Weg nach Katoomba zu unserem Hostel gemacht. Nach 2 Stunden Zugfahrt kam unser Zug um halb neun in Katoomba an. Dort angekommen, gingen wir erst einmal einkaufen, um uns fürs Frühstück und den nächsten Tag einzudecken. Dabei vergaßen wir, dass wir bis neun im Hostel hätten einchecken müssen und machten uns kurz nach neun schnell auf den Weg zum Hostel. Nachdem wir zum Glück doch noch einchecken konnten, bezogen wir unser Zimmer, in dem noch ein anderer Mann schlief und setzten uns dann in den Gemeinschaftsraum, um zu planen welche Wanderungen wir an den nächsten beiden Tagen machen wollen.

Am nächsten Morgen standen wir um sieben Uhr morgens auf. Nach dem Frühstück nahmen wir den Bus zu den Wentworth Falls. Dort angekommen erfuhren wir, dass der Wanderweg, den wir ursprünglich nehmen wollten aufgrund von Steinschlägen gesperrt war. Also nahmen wir den Overcliff Track. Nach ein paar Stufen konnten wir schon einen ersten Blick auf die Berge erhaschen und die Vorfreude wurde größer. Schließlich ging es einen mehr oder weniger gut befestigten Pfad entlang durch das Gestrüpp. In der Nacht vorher hatte es zudem etwas geregnet, weswegen der Boden auch sehr matschig war und man häufig aufpassen musste, um nicht auszurutschen. Nach etwa zehn Minuten erreichten wir einen kleinen Lookout von dem man kilometerweit über die Berge und das Tal gucken konnte. Weit und breit war nichts außer Berge und Bäume. Die Aussicht war atemberaubend.

Der Pfad ging weiter über Stock und Stein bis wir zu einem sehr coolen Lookout kamen. Dort konnte man sich auf einen Stein setzten und unter einem ging es dann 300 Meter in die Tiefe. Ein bisschen Adrenalin muss ja schließlich auch sein.

Und weiter gehts..

Nach gut 3 Stunden Walk (inklusive Fotopausen) erreichten wir schließlich die Wentworth Falls. Dort mussten wir jedoch nochmal geschätzte 500 sehr steile Stufen runter steigen, um unten an die Wasserfälle zu gelangen. Die Wasserfälle waren echt sehr hübsch jedoch dämpfte der bevorstehende erneute Aufstieg unsere Laune etwas.

Oben an den Falls.

Die Falls von unten.

Nachdem wir endlich wieder oben waren machten wir uns langsam auf den Weg zurück. Diesmal nahmen wir jedoch eine Abkürzung und kamen schnell wieder an unseren Anfangspunkt. Dort warteten wir auf den Bus und fuhren in die Stadt Leura. Dort aßen wir ein Eis und beschlossen wieder zurück nach Katoomba zu fahren. Nach einem kurzen Einkauf für den nächsten Tag, einer Dusche im Hostel und einer kurzen Pause, machten wir uns schließlich auf zum Sonnenuntergang zu den berühmten Three Sisters. Eine Legende der Aborigines besagt, dass die drei Schwestern in Felsen verwandelt wurden und derjengie der sie verwandelt hat anschließend seine Zauberkräfte verloren hat und sie deswegen nicht zurück verwandeln konnte, und deswegen seine Zauberkräfte bis heute sucht

Nachdem die Sonne untergegangen war, machten wir uns hungrig auf die Suche nach einem Restaurant. Wir hatten die Wahl zwischen Koreanisch, Japanisch, Chinesisch und (zum Glück) auch einem australischen Restaurant. Dieses sollte auch unsere Wahl werden. Nachdem wir gut gesättigt waren, machten wir uns wieder auf den Weg zurück ins Hostel. Dort schmierten wir uns noch Brote für den nächsten Tag und fielen anschließend nach 30.000 Schritten müde ins Bett.

Am nächsten Morgen checkten wir aus dem Hotel aus, lagerten unser Gepäck in einem der Spinde und machten uns mit dem Bus auf den Weg zum Grand Canyon. (Eine Miniversion des amerikanischen, nur mit Regenwald) Dort wollten wir einen Walk durch den Canyon machen und am Ende ein Lookout erreichen.

Zunächst ging es für uns über viiiele Treppen mehrere hundert Meter in die Tiefe. Nach gut einer halben Stunde Abstieg erreichten wir schließlich den Fluss, der sich durch den Canyon schlängelte. Dann ging es über Felsen, durch Tunnel (ich hatte etwas Angst einer Schlange oder Spinne zu begegnen), über den Fluss und Treppen rauf und runter. Die ganze Zeit waren wir umgeben von steilen Felswänden rechts und links, die dicht bewachsen mit Bäumen und riesigen Farnen waren.

Am „Ende“ des Walks erwarteten uns dann etwa die gleiche Menge an Stufen und die gleiche Höhe, nur dass wir jetzt hoch mussten. Der Aufstieg kostete uns etwa eine Stunde. Am Ende rannten wie immer eine Treppenetappe nach oben, da es angenehmer war, als sich langsam hochzuquälen und zudem wurden wir auch noch von den uns entgegenkommenden Touristen angefeuert nach dem Motto: „Es ist nicht mehr weit! Nicht aufgeben!“. Oben endlich angekommen wurden wir jedoch mit einem erneuten grandiosen Ausblick auf die Blue Mountains belohnt.

Nach einer ausgiebigen Pause mit Brot und Cookies wollten wir uns wieder auf den Weg nach Katoomba machen. Jedoch mussten wir feststellen, dass der Bus, der uns morgens hingebracht hatte nur noch einmal abends um fünf fahren würde. Zum nächsten Bahnhof zu laufen hätte eine Stunde gedauert, doch zum Glück rettete uns ein niederländisches Pärchen, die in den Blue Mountains wohnen, und nahm uns in ihrem Auto mit in die Stadt und setzte uns in der Nähe des Bahnhofes ab. Nachdem wir unser Gepäck aus dem Hostel abgeholt hatten, machten wir uns schließlich wieder auf den Weg nach Sydney und beendeten damit ein tolles Wochenende.

Eine Antwort auf „The Blue Mountains Nationalpark“

  1. Hallo liebe Finja,
    mit Interesse haben wir deinen Wanderbericht gelesen. Supi die Fotos. Alles gut für deine Nerven. Wir erlebten einen Reisebericht am Freitag quer durch Neuseeland, 3 Monate über Stock und Stein. Aber kurze Trips sind oft sehr anstrengend, an Schwindel darf man nicht denken.

    Weiter alles Gute und liebe Grüße von Oma und Opa😘😘

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