Étretat

Nach einer relativ kurzen Nacht im Zelt machen wir uns am nächsten Tag auf den Weg und fahren weiter an der Küste Frankreichs entlang. Unterwegs haben wir noch einen Stop, an einer kleinen Hafenstadt gemacht, deren Name mir entfallen ist, und dort das türkise Wasser bewundert und den Fischern beim Auslaufen zugesehen. Anschließend ging es weiter nach Étretat.

Als wir dort aber ankamen waren wir erstmal überwältigt, wie viele Menschen in so einen kleinen Ort passen konnten. Während uns unser Navi vergeblich versuchte durch Einbahnstraßen und Fußgängerzonen zu unserem Hotel zu lotsen, versuchten wir einen möglichen Parkplatz zu finden und keine Touristen mit riesigen Schwimmtieren unterm Arm zu überfahren. Nach drei Runden durch das wirklich kleine und enge Zentrum hatten wir immer noch keinen Erfolg und hatten mittlerweile auch keine Lust mehr uns hier noch weiter durch zu zwängen. Also flüchteten wir erstmal wieder aus Étretat und fuhren Richtung Le Havre.

Dort angekommen aßen wir zunächst Mittag im Auto. (Die Reste vom gestrigen Abendbrot: Chili con Carne) Danach machten wir uns auf Richtung Strand. Doch, wie wir erneut feststellen mussten, handelte es sich hier wieder „nur“ um einen Kiesstrand. ABER immerhin waren hier Wege aus echtem Sand geschaffen wurden, auf welchen sich jetzt die Touristen tummelten, da niemand gerne auf den harten Steinen liegen wollte. Als wir genug von der Sonne und der Hitze hatten, beschlossen wir es nochmal mit Étretat zu versuchen.

Wieder im Touristentroubel angekommen, fanden wir zufällig auf unserer ersten Runde einen Parkplatz. Dann kam jedoch die nächste Challenge: der Parkautomat. Gefühlt sprach dieser Chinesisch und machte genau das Gegenteil von dem was wir eigentlich wollten. Das Beste waren überhaupt die Parkpreise: 35 € sollte es kosten dort einen Tag zu parken. Wir hatten aber mittlerweile keine Lust mehr uns weiter mit dem Automaten zu beschäftigen und ließen es darauf ankommen. Wir wollten ohnehin nur kurz unsere Sachen ins Hotel bringen und anschließend auf dem KOSTENLOSEN Parkplatz außerhalb der Stadt parken.

Nachdem wir eingecheckt hatten, unsere Sachen ins Hotelzimmer gebracht hatten und das Auto auf der Wiese außerhalb von Étretat geparkt hatten, begaben wir uns wieder ins Hotelzimmer. Das coolste an unserem Zimmer war der Balkon von dem man über die Innenstadt und aufs Meer und die Felsen gucken konnte.

Von dort oben beobachteten wir auch wie die Franzosen unter uns mit jeder Minute der Nachspielzeit des Fußball-WM Finalspiels nervöser wurden und schließlich nach dem erlösenden Abpfiff die Straße vor Freude tobte. Gefeiert wurde mit Bengalos, hupenden Autos und Gegröle.

Zum Sonnenuntergang bekamen wir langsam Hunger und machten uns auf den Weg zum Auto, um dort noch ein Müsli zu essen. Beim Auto angekommen, beschlossen wir unser Abendmeal auf den Felsen zu uns zu nehmen und fuhren mit dem Auto dorthin. Eine sehr abenteuerliche Strecke, mit starker Steigung (15%), die unserem Auto so einiges abverlangte. Oben auf dem Felsen angekommen, trafen wir auf noch mehr Deutsche, die genauso wie wir faul waren und mit dem Auto zum Sonnenuntergang nach oben gefahren waren. Dort oben aßen wir dann unser Müsli und machten noch ein paar Fotos von der beleuchteten charakteristischen Steilküste von Étretat und dem Sonnenuntergang. Dabei beobachteten wir die immernoch feiernden Franzosen am Strand.

Next stop: San Malo

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